Tja, Glück ist … wenn man einen Urlaub beendet und direkt danach in einen weiteren Urlaub starten kann. So erging es mir jedenfalls. Am Donnerstag in der Früh, ja es war wirklich früh, landete ich pünktlich wieder am Frankfurter Flughafen.


Kurze Verschnaufpause zu Hause, Impftermin, Mittagessen, Abendessen (zwischen den Mahlzeiten, Wäsche waschen, Koffer ausräumen, klar kommen; vielleicht auch erst Koffer ausräumen und dann Wäsche waschen 🤪) und dann früh schlafen. Der Jetlag kommt vielleicht doch etwas durch 😅🫣
Freitag, und täglich grüßt das Murmeltier, die gleiche Ablauf. Obwohl fürs Mittagessen ging es in “unser” leckeres Fischrestaurant. Kann ich jedem nur empfehlen 👌🏼




Und dann schon wieder Koffer packen. Diesmal ins vermeintlich Kalte. Wandersachen, Sportsachen, schicke Sachen, gemütliche Sachen, Schuhe … für jede Gelegenheit welche 😅, Badesachen, also eigentlich den gesamten Hausrat 🤣. Früh ins Bett, das war zumindest der Plan. Aber Pläne sind ja dafür gemacht, um dann alle wieder über den Haufen zu werfen! Dann wohl doch nicht früh ins Bett. Aber der eine Plan, der der dich früh aufstehen lässt, um den Verkehr, vor allem den Stau zu umgehen, der steht! Zusammenfassend: Es war 22.30 Uhr, als ich die Augen zu gemacht habe und 4.00 Uhr, als ich sie wieder geöffnet habe. Den versammelten Hausrat noch schnell ins Auto verräumt und los ging’s! Navi ETA: ca. 9.40 Uhr. Das wird knapp mit dem Frühstück.
Es ist noch dunkel. Die Straßen sind leer. Es regnet. Trotzdem komme ich gut durch. Kein Stau voraus und der Regen nicht allzu stark. Es ist 6:24 Uhr, die Sonne geht auf. Der Himmel fängt an zu brennen. Ein kraftvolles rotes Leuchten lässt mein Gemüt noch wacher werden. Der Regen hat auch schon vor einer längeren Zeit aufgehört. Der Polo schnauft aber bringt uns sicher Richtung Ziel. Die ETA sagt auf einmal 8.40 Uhr. Das nenn ich doch mal Punktlandung. Eine Stunde konnte ich rausholen. Kurz noch einmal getankt, um dann die letzten Kilometer über den Achenpass zu fahren. Die Spitzen der Berge Schneebedeckt. Langsam kommen die ersten Zweifel, ob wir denn richtig gepackt haben. Ski fahren??? Ja eigentlich schon. Der Lift läuft. Ärgerlich, aber was soll man machen; das Beste auf jeden Fall!!!! Wir finden schon eine Lösung.
Pünktlich um 9.00 Uhr erreichen wir das Hotel. Es schleicht sich schon jetzt das wohlige, gemütliche „Ich bin hier genau richtig!“ Gefühl ein. Der Hausrat bleibt erstmal im Auto. Dafür ist später genug Zeit. Die Dame an der Rezeption begrüßt uns recht herzlich. Ohne große Umschweife bringt sie uns direkt zum Frühstück. (Wir wissen natürlich schon, wo alles ist 😉) Das Frühstück ist üppig und vielfältig. Omelett, Rührei, Speck, Spiegelei (Sunnysideup und down 😅, wer möchte ) Brötchen verschiedenster Art, Baguette, Brot, selbst gebackener Kuchen, frisches Obst, eine Müsli-Bar, verschiedene Joghurts bis in zum Bircher Müsli, losen Tee zum selber brühen, Café mit alternativer Milch und und und. Seit neustem sogar eine High Protein Ecke!




Nach diesem tollen und üppigen Frühstück gab es nun erstmal eine kleine “Krisensitzung”, wie nun der weitere Tagesablauf werden soll. Die Sonne lacht und der Berg ruft. Kurze Überredungskünste und ein kleiner Schubser in meine Richtung reichen, um eine “hmmm vielleicht etwas längere” Wanderung zu starten. Hoch zur Seebergspitze soll es gehen. Zweitausendfünfundachtzig Meter über Null! Wandersachen haben wir schließlich dabei 😉! Kurz auf dem Klo umgezogen, die Wasserflaschen befüllt, Proviant gepackt, den Rucksack aufgesattelt. Los geht´s!!
Wanderung Nummer Eins:
Die Seebergspitze!
Direkt hinter dem Hotel startet die Wanderung mit einem leichten T2 Pfad (Wanderweg) hoch Richtung Seebergspitze. Der Boden ist trocken, die ersten Blumen strecken sich schon der Sonne entgegen. Die Atmung wird lauter und etwas schneller. Wir finden schnell unseren Tritt. Die erste Aussicht lässt nicht lange auf sich warten. Den Achensee im Rücken steigen wir stetig voran immer weiter Hoch bis zur Spitze. Die ersten kleineren Schneefelder überqueren wir mit Freude. Wir hatten schließlich nicht mit allzu viel Schnee gerechnet. Erste kurze Verschnaufpause auf ca. 1800 Meter. Der warme Pfefferminztee mit Honig wird begeistert ausgepackt. Wenn der Wind einen um die Ohren weht, ist es doch recht frisch. Umso schöner ist es einen warmen Tee zur Stärkung dabei zu haben. Knapp dreihundert Höhenmeter haben wir noch vor uns. Der Wanderweg ist nicht mehr ein Wanderweg. Wir laufen nun über Schneefelder. Ein Glück das vor uns schon andere Wanderer waren und uns so die Orientierung vereinfachen. Teilweise ist der Schnee so tief, dass man mit den Beinen bis zum Knie einsingt. Abenteuer müssen sein! Das Gipfelkreuz ist in Sicht. Die letzten Meter müssen wir uns nochmal konzentrieren, es geht über einen verschneiten Grad. Doch mit Ruhe und Konzentration ist alles machbar. Geschafft, wir sind am Gipfelkreuz angekommen. Wie bei jedem Gipfelkreuz, das wir bis jetzt erklommen haben, tragen wir uns natürlich ins Gipfelbuch ein! Rituale müssen beibehalten werden 😉







Da wir ein wenig die Zeit vergessen und nicht beachtet haben, waren wir doch überrascht, wie lange wir unterwegs waren. Tja und nun wandern wir wieder alles runter. Und runter bedeutet nicht immer schneller! Vor allem, wenn eine nebelige Wolkenwand aufzieht. Runter müssen wir aber. Wir wollen schließlich Abendessen. Schritt um Schritt kraxeln wir die Nordseite hinunter, den Schneespuren hinterher. Ein wenig mystisch ist es schon. Schnee, leichter Nebel und dicke Wolken. Stille, nur unser Atem und das knirschen der Wanderstiefel im Schnee ist zu hören. Einfach herrlich. Langsam erreichen wir das Ende der Schneegrenze. Der Wanderweg ist wieder gut sichtbar. Es wird langsam Dunkel, doch wir sehen schon die ersten Häuser Pertisaus. Die letzten Meter ziehen sich dann nochmal. Wir erreichen glücklich und etwas unterkühlt das Hotel. Die Zimmer sind nun fertig zum Beziehen!!!😜 Die heiße Dusche wartet! Frisch geduscht und schick gemacht, geht es zum Abendessen! Es ist, wie wir es schon kennen, einfach suuuuper lecker. Der Abend neigt sich dem Ende zu. Ein wenig groggy aber wunschlos glücklich geht es ins Bett! Gute Nacht! Tag Zwei folgt!






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